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Winterreifen bei Wohnmobilen: Darauf sollten Sie achten

lIm Handel sind unzählige Modelle erhältlich, die als Winterreifen deklariert werden – doch nicht immer ist eine Wintertauglichkeit garantiert. Wir geben Ihnen einen Überblick, welche Faktoren bei der Auswahl entscheidend sind. 

Photo by Daniel Foster on Unsplash 

Schneeflockensymbol

Winterreifen, die in Deutschland und anderen Ländern als solche anerkannt werden, besitzen ein Bergsymbol mit drei Gipfeln und einer Schneeflocke. Dieses sogenannte Alpin-Symbol erhalten alle Reifenmodelle, die einheitliche Tests zur Schneetauglichkeit bestanden haben. Sie besitzen ein Profil mit feinen Lamellen, die auch auf Schnee, Eis und nasser Fahrbahn eine adäquate Haftung bieten.

Allwetterreifen mit dem Symbol M+S haben dagegen keine offiziellen Tests durchlaufen und sind keine Garantie für eine zuverlässige Wintertauglichkeit. Die Bezeichnung M+S (Mud and Snow) ist kein geschützter Begriff und sagt lediglich aus, dass der Reifen ein grobstolliges Profil aufweist. Dadurch wird er vom Hersteller häufig für als Offroad-, Ganzjahres- oder als Winterreifen verkaufte Modelle verwendet. Aufgrund fehlender Tests kann man bei diesen Modellen aber keine zuverlässige Aussage über die Fahrsicherheit bei Schnee und Eis machen.

Zum Fahrzeug passende Winterreifen

Bei einer Entscheidung für die Winterreifen sollten Sie sich außerdem an den Empfehlungen in den Fahrzeugpapieren Ihres Campers orientieren. Dort ist aufgeführt, welche Eigenschaften die für Ihr Reisemobil passenden Reifen haben sollten. Zudem enthalten sie einen Last- und Geschwindigkeitsindex.

Ausreichende Profiltiefe

Laut Gesetz darf bei den Hauptprofilrillen aller Fahrzeugreifen eine Profiltiefe von 1,6 mm grundsätzlich nicht unterschritten werden – und das bei drei Vierteln der Laufflächenbreite. Speziell für Winterreifen wird aber empfohlen, stets zu prüfen, dass die Profiltiefe 4 mm nicht unterschreitet.

Je geringer die Profiltiefe ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Reifen bei starkem Regen oder Schnee die Haftung verlieren. Zudem ist bei Unfällen der Versicherungsschutz gefährdet, insbesondere wenn das Profil sogar niedriger als die gesetzlich vorgeschriebenen 1,6 mm ist.

Auf Qualität achten

Der Anschaffungspreis sollte bei Winterreifen nicht das Hauptargument sein. Wenn es um Ihre Sicherheit und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer geht, ist Qualität oberstes Gebot. Die Reifen sollten bei nasser, vereister und trockener Fahrbahn stets einen zuverlässigen Halt und kurze Bremswege bieten – und das auch in Kurvenlage oder beim Fahren in Grenzbereichen.

Diese Kriterien werden in offiziellen Reifentests eingehend geprüft und bei Reifen mit Alpin-Symbol erfüllt. In Deutschland werden bis September 2024 auch M+S-Reifen als Winterreifen anerkannt. Wie bereits erwähnt, ist dieses Symbol aber wegen fehlender Tests keine Gewähr für eine Wintertauglichkeit.

Wer nachhaltig investieren will, sollte bei der Reifenwahl außerdem auf Modelle achten, die abriebfest sind und damit auf lange Sicht Kraftstoff sparen. Viele Modelle mit Bestnoten in Reifentests überzeugen auch in dieser Kategorie.

Gibt es in Deutschland eine Winterreifenpflicht für Wohnmobile und Wohnwagen?

In Deutschland gibt es laut (§ 2 Abs. 3a StVO) nur eine situative Winterreifenpflicht. Für PKW- und Wohnmobilfahrer bedeutet das, Winterreifen zu montieren, sobald winterliche Verhältnisse mit Schnee, Schneematsch und Eisglätte herrschen. 

Reisen Sie in typische Wintersportländer wie Österreich müssen Sie vom 1. November bis 15. April eine Winterreifenpflicht beachten. Für diesen Zeitraum, besser sogar ab Oktober, sind auch in Deutschland trotz situativer Winterreifenpflicht adäquate Reifen empfehlenswert. Gerade auch für Wohnmobile und Wohnwagen, die aufgrund ihrer Größe und Schwere sensibler auf schlechte Fahrbedingungen reagieren.

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