Autark campen mit dem Wohnmobil

Mit einer unabhängigen Wasser- und Stromversorgung sind Sie in der Corona-Zeit bestens auf Ihren Wohnmobil-Urlaub vorbereitet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihrem Camper autark werden.

Das Wichtigste vorweg: Autark campen können Sie immer nur für einige Tage, da die Wasservorräte irgendwann aufgebraucht sind und auch die Abwassertanks nach einiger Zeit adäquat entleert werden müssen. Aber selbst mit ein paar Tagen autarkem Wohnmobilurlaub machen Sie sich unabhängig von der Versorgung auf dem Campingplatz und können sich eine Weile von potenziellen Corona-Infektionsherden distanzieren. Zu beachten dabei ist natürlich auch, dass Sie in Deutschland außer auf Campingplätzen nicht überall und nur bedingt frei campen können. Informieren Sie sich, wo Sie mit Ihrem Camper problemlos stehen können, wenn Sie nicht direkt auf einen Campingplatz stehen wollen.

Wie campe ich mit meinem Wohnmobil autark?

Stromversorgung

Je nach Alter, Anzahl und Leistung Ihrer Batterie und natürlich dem Umfang des Verbrauchs können Sie mit Ihren Akkus die Stromversorgung in Ihrem Camper einige Zeit aufrecht erhalten. Sind die Batterien aufgebraucht, bietet einer integrierte Solaranlage eine gute Alternative, um netzunabhängig Energie zu erzeugen. Diese können entweder fest auf dem Wohnmobil installiert werden oder als trag- und faltbare Variante jederzeit spontan aufgebaut werden.

Auch eine Dieselgenerator gewährleistet eine adäquate Stromversorgung und kann in den sonnenarmen Wintermonaten mitunter zuverlässiger Energie liefern als eine Solaranlage. Eine ausreichende Kraftstoffversorgung ist dabei natürlich grundlegend.

Generell können Sie Ihren Stromverbrauch und damit den Zeitraum Ihres autarken Campens immer strecken, indem Sie möglichst sparsam mit Energie umgehen. Zum Beispiel durch das Verwenden von LED-Lampen oder dem kompletten Abschalten ungenutzter Geräte.

Wasserversorgung

Frischwasser ist ebenfalls endlich und sollte bewusst und nur für das Nötigste verbraucht werden. Anstatt immer zu duschen, können Sie auch in den See springen oder beim Kochen unterschiedliche Zutaten in einem Topf zubereiten. Denken Sie außerdem daran, zusätzliche Wasserkanister mitzunehmen, um so lange wie möglich autark bleiben zu können.
Sparsam mit Wasser umzugehen, ist auch im Hinblick auf die Abwassertanks wichtig. Denn umso mehr Wasser verbraucht wird, um so schneller füllen sich die Tanks. Zum fachgerechten Entleeren müssen Sie dann extra Entsorgungsstationen anfahren.

Toilette

Um auch im sanitären Bereich möglichst unabhängig zu bleiben, ist eine Kompost- oder Trockentoilette die effektivste und umweltfreundlichste Variante. Damit können Sie alles ökologisch entsorgen und verbrauchen kein Wasser zum Spülen. Auch eine Campingtoilette erfüllt beim autarken Wohnmobilurlaub Ihren Zweck. Allerdings werden hier Chemikalien verwendet, um die Hinterlassenschaften zu zersetzen und es wird Wasser beim Spülen verbraucht. Zudem müssen Sie an speziellen Stationen auf Campingplätzen entleert werden.

Mit Gas kochen und heizen

Einen Gasvorrat mitzuführen ist beim Campen grundsätzlich immer sinnvoll, zumindest wenn Ihr Wohnmobil nicht mit einer Dieselheizung ausgestattet ist. Mit Gas können Sie kochen und heizen, sollten dabei aber auch immer bedarfsgerecht und sparsam verbrauchen. Anstatt immer mit Gas zu kochen können Sie beispielsweise auch einen Grill nutzen. Beim Anlegen eines Gasvorrates sollten Sie darauf achten, dass Sie maximal zwei 16-Kilo-Flaschen mitführen dürfen.

Kühlungsmöglichkeit

Sollte Ihr Wohnmobil nicht mit einem Kühlschrank ausgestattet sein, bieten Kühlboxen eine sinnvolle Alternative. Viele Modelle sind dabei mit einer 12V-Bordbatterie verknüpfbar und bieten dadurch eine langanhaltende, effiziente Kühlmöglichkeit. Insgesamt gibt es bei Kühlboxen zahlreiche Ausführungen und Leistungsstärken, die für Ihren Bedarf und Ihren Verbrauch geeignet sind.

Internet

Wer autark campen möchten, aber trotzdem weitestgehend mobil und mit dem Internet verbunden bleiben möchte, kann auf zahlreiche praktische Lösungen zurückgreifen. Ob ein mobiler Router, ein eigener WLAN-Hotspot mit dem Smartphone oder Internet-Sticks, die an den Laptop gesteckt werden können – alle Möglichkeiten bieten mittlerweile eine solide Anbindung an das Netz. Vorausgesetzt natürlich, man befindet sich in einem Gebiet mit ausreichend Empfang und besitzt einen Tarif mit genügend Volumen.

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