Solaranlagen fürs Wohnmobil

Wer mit dem Wohnmobil oder dem Caravan unterwegs ist, will stets unabhängig sein. Das gilt natürlich auch für die Stromversorgung. Damit Sie nicht regelmäßig auf einen Netzanschluss angewiesen sind, ist die Installation einer Solaranlage eine sinnvolle Option. Aber: Ist die Nachrüstung unproblematisch, was kostet sie und welche Solarmodule kommen in Frage?

Solarzellen für Wohnmobile

Wieviel Leistung muss die Solaranlage bringen?

Ist die Solaranlage nicht bereits ab Werk vorhanden, denken viele Wohnmobil- und Caravan-Besitzer an eine Nachrüstung. Dazu benötigen Sie zunächst einmal die Solarmodule zur Montage auf dem Dach. Hier kommt es darauf an, wieviel Platz dort zur Verfügung steht und wie hoch der Strombedarf ist. Achtung: Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage wird in der Regel in Watt Peak (Wp) angegeben. Dieser Wert beschreibt die Spitzenleistung unter Standardbedingungen. Handelsüblich sind Solaranlagen ab 50 Wp. Sie finden aber auch Power-Systeme mit einer Leistung von über 1.000 Wp, die im Sommer mehr als 4.000 Watt die Stunde bringen können.

Tipp: Als Anhaltspunkt zur Dimensionierung Ihrer Photovoltaik-Anlage kann die Kapazität Ihrer Batterie dienen. Ist beispielsweise eine Batterie mit 240 Amperestunden (Ah) vorhanden, sollte die Solarleistung mindestens 300 Wp betragen.

Monokristalline, polykristalline oder CIS Solarzellen?

Für die Leistung entscheidend ist die Bauart der Solarmodule. Sogenannte monokristalline Solarmodule sind etwas teurer, bringen aber im Vergleich zu anderen Systemen einen höheren Wp-Wert pro Quadratmeter. Steht aber mehr Platz zur Verfügung oder wird nicht gar so viel Strom benötigt, kann die Wahl auch auf eine weniger effiziente aber oft günstigere polykristalline Solarlösung fallen. Reisen Sie mit Ihrem Wohnmobil oder Caravan jedoch in heimische oder noch nördlichere Regionen, können ebenfalls CIS Solarzellen in Frage kommen. In diesen sind CuInSe2-Verbindungshalbleiter verbaut. Sie weisen selbst bei schwächerem Licht, beispielsweise aufgrund eines bedeckten Himmels, einen hohen Wirkungsgrad auf.

Das spricht für Set-Angebote

Bei manchen Modellen befinden sich die Solarmodule in einem Alurahmen, den Sie an eine Dachhalterung montieren. In anderen Fällen können Sie die Module ganz einfach auf das Dach kleben. Achten Sie darauf, Solarmodule auszuwählen, die für den mobilen Einsatz geeignet sind. Im Set finden Sie Angebote, die neben einer wasserdichten Anschlussdose auch Durchführungen, Montagekleber sowie Kabel enthalten. Außerdem liegt den Paketen ein passender Laderegler bei, der für den Anschluss an die Batterie unbedingt erforderlich ist. Seine Aufgabe besteht nämlich darin, bei starker Sonneneinstrahlung oder bereits voll aufgeladener Batterie dafür zu sorgen, dass es zu keiner Überladung kommt. Wichtig ist zudem, dass Ihre Photovoltaik-Anlage für die richtige Spannung ausgelegt ist: Das können 12 Volt oder 24 Volt sein.

Was kostet die Nachrüstung?

Die Kosten einer Solaranlage für Ihr Wohnmobil oder Caravan können je nach Ausführung und Leistung sehr variieren. Ein hochwertiger Basis-Bausatz mit 12 Volt und 100 Wp kann bereits ab etwa 300 Euro zu haben sein. Für eine zusätzliche Versorgung sowie etwas mehr Unabhängigkeit kann das häufig schon ausreichen. Wer aber ganz autark unterwegs sein will, wird eher im Profibereich bei Preisen ab 700 bis 1.000 Euro oder darüber fündig. Soll der Fachmann die Montage vornehmen, kommen dafür natürlich Extra-Kosten hinzu.

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